geschichtlicher Hintergrund

 

Die Geschichte …

haes_001Bis 1827 wurde der heute als Bergsee bekannte See Schwarzer See genannt. Um diesen See reihen sich unter anderem zwei Sagen.

Die erste Sage sagt: In Säckingen gab es vor zweihundert Jahren noch zwei Frauenklöster, das adelige Damenstift und das Kloster der Franziskanerinnen. Um diese beiden Einrichtungen ranken sich auch so manche Sagen. Mir erzählte schon meine Großmutter diese Geschichte: Wenn der Vollmond auf Karfreitag fällt, sieht man um Mitternacht am Bergsee eine weiss gekleidete Nonne, die Windeln aufhängt.

Die zweite Sage sagt: Einst sollte mein Großvater als junger Bursche vom Bergsee Tannenzweige holen. Als er sich beim Bergsee aufhielt, sah er zu seiner grossen Verwunderung einen Kapuzinermönch mit Gebetbuch um den See wandeln, obwohl es damals in Säckingen gar keine Kapuziner gab. Überrascht und erschrocken erzählte er dies nach der Heimkehr seiner Mutter. Diese erwiderte prompt: „Seesch Bueb, gell du hesch hüt no kei Wiiwasser gnoo.“

Beide Sagen sind in dem Buch „Tannenhupper und Leelifotzel“ der Fricktalisch-Badischen Vereinigung für Heimatkunde CH-Laufenburg 2008 erschienen.

Aufgrund dieser Sagen ist der Schwarzer-See Geist entstanden. Der Geist in Form eines Kapuzinermönches wird jedes Jahr am Abend des Dreikönigtages aus dem See befreit. Dieser Tag ist auch zugleich der Beginn der schwäbisch-allemannischen Fasnacht. In der Fasnachtszeit treibt der Mönch und seine Geister sein Unwesen und spielt den Bürgern Streiche, bis er am Fasnachtsdienstag abends auf Grund seiner Taten wieder in den See zurück muss. Nachdem der Mönch verband wurde ist für die anderen Geister auch die Fasnacht vorbei, bis zum Dreikönigstag des darauf folgenden Jahres.